Kleine Monte bei Rallye Südliche Weinstrasse 2013 des MSC Ramberg

Schneefall die ganze Zeit vor der Rallye: Bei diesen Bedingungen mit schneebedeckten Straßen fühlten sich die Teilnehmer der 31. Rallye Südliche Weinstrasse wie bei der berühmten Rallye Monte Carlo in den französischen Seealpen. Der veranstaltende Motor Sport Club aus Ramberg hat neben dem Zuschauerrundkurs in Großfischlingen wieder 2 alte WPs der legendären Vorderpfalz Rallye den über 160 angemeldeten Teams angeboten. Das Starterfeld war wieder international. Die Teilnehmer kamen nicht nur aus dem ganzen Bundesgebiet in die Südpfalz, sogar zahlreiche Teams aus Frankreich, Belgien, der Schweiz, Luxembourg und sogar England waren auf den Starterlisten zu finden. Leider hatten sich einige mit den Streckenverhältnissen verschätzt und luden nach der Streckenbesichtigung über den schneebedeckten Pfälzer Pässen ihre Fahrzeuge mit falscher Reifenwahl wieder auf die Hänger. Ohne M&S war bei der diesjährigen Rallye SÜW nichts zu gewinnen.

 

Bei der Bestzeitrallye 200 hatten ursprünglich 80 Teams genannt, gestartet sind dann 61 Teams. Die erste WP gewann Vorjahressieger Rainer Noller und Co Stefan Kopczyk vor Lokalmatador Frank Schlinck, erstmals mit Ivonne Treiling auf dem Beifahrersitz. Beide auf einem Mitsubishi Lancer in der Gruppe H16. Auf der zweiten WP Heldenstein im Wald setzten dann die Gruppe G Besatzung Heinz Muntermann und Andreas Emig die Topzeit vor Frank Schlinck, der somit die Gesamtführung übernahm. WP 3 wurde dann erstmals wieder über die Totenkopfhöhenstraße gefahren mit der Kalmitkuppe. Hier konnte die Besatzung des MSC Ramberg Schlinck/Treiling ihre Führung ausbauen.

Auf der zweiten Schleife versuchte Rainer Noller zu kontern, setzte in Großfischlingen (wie auch erstmals auf dem Heldenstein) die Topzeit. Doch auf der abschließenden Kalmit-WP holte sich erneut der KFZ Meister Frank Schlinck die Gesamtbestzeit und konnte somit zum ersten Mal einen Gesamtsieg einfahren. Wenn dies vor den heimischen Fans passiert, ist dies natürlich umso schöner. Zweiter wurden Noller/Kopczyk vor dem Schweizer Ehepaar Urs und Cornelia Flum, welche ebenfalls einen Mitsubishi Lancer pilotierten. Als bester Zweiradler erreichte ein weiterer MSC´ler das Ziel: Udo Naab und CO Harald Korz fühlten sich auf den teils schneebedeckten Pisten pudelwohl und dachten an Ihren Start bei der Rallye Monte Carlo von 1996 zurück, wo sie mit ähnlichen Bedingungen Spaß hatten. Die beiden erreichten nun den 10. Gesamtplatz und holten klar den Klassensieg. Zweiter in der Gruppe H 15 wurden Peter Fruth aus Edenkoben und Co Ralf Baum im Porsche 911. Pech hatten zwei andere MSC Teams: Olivier Stocker und Michael Wilms lagen nach der dritten WP auf dem guten 2. Klassenrang und mussten nach dem Schneespaß leider, mit Problemen am Peugeot 106, auf der vierten WP in Großfischlingen abbrechen. Leider nicht ganz soweit kam ein anderes MSC Ramberg Team mit einer sehr weiten Anreise: der Routinier Hajo Rochlitz und Co Benjamin musste leider mit falschen Reifen auf der WP 2 das Aus mit dem Opel Astra verzeichnen. Ralf Lang und Helmut Michel aus Wiesweiler konnten mit dem Opel Corsa auf dem glatten Geläuf sehr gute Zeiten hinlegen und gewannen so die Gruppe CTC. Die Gruppe G gewannen die Freunde aus dem Odenwald Klaus Muntermann und Co Andreas Emig, der erstmals die WPs im Pfälzer Wald erleben durfte. Andreas war sonst als Sprecher am Starttor beschäftigt. Die beiden holten außerdem den 4. Gesamtrang. Der 3. Rang in der Gruppe G blieb übrigens wieder in der Pfalz: Marc Gaßner und Stefan Gebauer waren im Subaru Impreza außerdem mit dem 9. Gesamtrang sehr zufrieden.

 

Auch bei der 9. Südliche Weinstrasse Historic wurde bis zum Ende um jede Zehntelsekunde gekämpft. Hier sind von den 83 angemeldeten Teams 70 durch das Starttor gefahren. Auf der ersten GP hatte das saarländische Toyota Team Stoll die Nase vorn. Auf der nächsten GP dann die MSC Ramberg Besatzung Groß/Steuer im DKW. Dort übernahm aber bereits der spätere Sieger das Kommando: Mit einer 0,22 Sekunden geringeren Abweichung zur vorgegebenen Sollzeit gewannen Dominik Foltz und Sascha Friedemann im BWM 325 vor dem Ehepaar Hans-Jürgen und Karin Pfohe aus Lüneburg im Opel Corsa GSI . Publikumsliebling Michael Gross stellte nach guter Fahrt seinen Auto Union 1000 S auf dem dritten Gesamtrang ab. Dahinter folgte Thomas Meyer (Opel Manta) vor Jörg Stoll (Toyota Starlet), Bernd Lutz (VW Golf), Karlheinz Wagner (Mini), Peter Diller (Saab 96 V4) und einem weiteren MSC´ler Vorjahreschampion Thomas Gutheil mit Vater Albert auf dem Beifahrersitz im Bastos Toyota Celica. Weitere MSC´ler waren bei den Bedingungen froh heil im Ziel angekommen zu sein: Mathias Straub und Jochen Rheinwalt belegten mit dem BMW 318IS den 20. Platz. Cedric Jacky und Regine Lostetter belegten im Martini Lancia den 30. Platz vor Steve Zimmermann, der erstmals selbst am Steuer seines BMW 325 I eine Retrorallye bestritt. Mit Stephan Lechner auf dem Beifahrersitz, auf dem 39. Platz kamen Andre Süss und Philippe Postel mit dem Opel Kadett C in Edenkoben an. Pech hatten einige andere MSC Teams: Klaus Raschig und Bettina Scheffczyk mussten den BMW 1802 ebenso vorzeitig abstellen wie Sascha Kirchmer und Sascha Hindelang ihren Peugeot 205 GTI sowie Herbert und Isabell Schmidt ihren Porsche 911. (RRP)

 

Fotos: Sascha Dörrenbächer